Das Spiel mit den Proportionen

Da bin ich wieder! Etwas früher als geplant, aber ich kann es kaum erwarten, Euch endlich meinen schönheitskorrigierten Blog vorzustellen. Tadaaa – da ist er!

Da ich ebenfalls ein neues Outfit in petto habe, passt der Zeitpunkt für eine Veröffentlichung ganz gut.

Am Beispiel meines neuen Outfits möchte ich Euch heute dazu ermuntern, ruhig mal mit Euren Proportionen zu spielen. Worauf es dabei an kommt und was es zu beachten gibt, erfahrt Ihr im weiteren Verlauf des Posts.

Das Outfit gibt einen ersten (mini) kleinen Ausblick auf den Herbst. Es ist nämlich wunderbar an den kühleren Abenden zu tragen und trotzdem noch sommerlich genug, um an den warmen Tagen zu punkten.

Fangen wir mit der ersten Version an – zu den Proportionen kommen wir später.

Wie unkompliziert ein Hemdblusenkleid ist, habe ich ja schon mehrfach erwähnt. Dank des kleinen Kragens sieht das Kleidchen nicht nur „angezogen“ aus, sondern der entstehende V-Ausschnitt schmeichelt den meisten Frauen sehr gut.

Das Kleid ist gerade geschnitten, hat also keine Abnäher oder ähnliches, deshalb ist es super wichtig, dass es an der Schulter schön schmal und passend  sitzt, denn so fällt es im weiteren Verlauf ebenfalls schmal an Eurer Figur entlang. Dank des fließenden Materials umspielt es sanft die Kurven und trägt nicht ungünstig auf.

Zu einem lässigen Sitz gehören für mich Taschen einfach dazu – ich liebe es, wenn ein Kleid oder ein Rock mit Taschen ausgestattet ist! Hier trage ich das Kleid mit einer Leggings, denn es war ganz schön kühl bei den Aufnahmen. Es hat aber eine perfekte Länge, um auch solo eine gute Figur zu machen.

So eine dünne Leggings ist ja auch schnell mal an oder ausgezogen :-). Der Strickmantel hat exakt die Länge des Kleides und ist ebenfalls schnell mal übergeworfen. Mit seiner Viscosemischung passt er perfekt zur Jahreszeit. Er wärmt, ist aber noch nicht zu dick.

Das Garn ist in zwei Blautönen leicht meliert und hat ein sehr regelmäßiges Strickmuster. Das macht den Strickmantel spannend, und er passt perfekt zur regelmäßigen Musterung des Kleides. Da er ein kleines Revers hat, sieht auch der Strickmantel sehr angezogen aus – eben eher ein Mantel als eine Strickjacke.

Jetzt wird es etwas gewagter, denn ich habe mir als Ergänzung zum Kleid eine weiter geschnittene Hose ausgesucht. Sie hat zum Blauton der Jacke noch einen  Nadelstreifen im Beerenton des Kleides.

Da die Muster aller Teile sich in einem Farbspektrum bewegen, ist der Mustermix aus den Kreisen des Kleides, den Streifen der Hose und dem Strickbild des Mantels eine schöne Möglichkeit, Spannung ins Outfit zu bringen.

Jetzt kommen wir zum Spiel mit den Proportionen. Voll im Trend liegt, wer die klassischen Proportionen optisch so verschiebt, dass sich eine ganz neue Silhouette ergibt. An dieser Stelle kommt wieder einer meiner Lieblingssätze ins Spiel:

Einen kleinen Stiltod muss man auf dem Modealtar sterben!

Das soll heißen, wer sehr modisch unterwegs ist, darf an der ein oder anderen Stelle von den klassischen Stilempfehlungen auch mal abweichen. Wichtig bleibt hier, dass Ihr Euch absolut wohl fühlt, in dem was Ihr tragt und nicht mehrere (Stil) Tode gleichzeitig sterbt.

In dem Zusammenhang ist es bei diesem Outfit wichtig, dass

  • alle Teile aus einer Farbrichtung kommen und miteinander harmonieren.
  • ich eine äußere durchgängige Farblinie habe (Jacke und Hose in einer Farbe).
  • die Muster alle eine Längsrichtung haben.
  • die Jacke im Schulterbereich schmal sitzt.

Alle genannten Punkte sorgen nämlich für eine Streckung, die wiederum dafür sorgt, dass die „lang über weit“ Kombi mich nicht komplett zum Zwerg macht.

Denn weite Hosen zusammen mit langen Oberteilen machen erst einmal genau das, sie machen Zwerge aus uns eher kleinen Frauen. Deshalb sind die oben genannten Punkte so wichtig und deshalb bitte nur an einer Stelle einen „Stiltod“ sterben und  mit den Tipps dafür sorgen, dass die Proportion nicht komplett aus dem Ruder läuft.

Wer groß und schlank ist, braucht sich natürlich nicht so viele Gedanken machen.

Probiert es einfach mal aus, wie Ihr Euch mit den Verschiebungen der Proportionen fühlt und ob es eine modische Spielart ist, an der Ihr Spaß habt.

Dazu aber, trotz aller Tricks, noch eine Bemerkung: ist Streckung Dein absolutes Hauptthema (sehr klein oder/und sehr kräftig), dann solltest Du von dieser Kombination lieber die Finger lassen und die Teile einfach solo kombinieren.(Kleid/ Mantel oder Hose/Shirt/Mantel)

Ist es keine Alternative für Euch, alles zusammen zu tragen, zeige ich Euch jetzt noch die etwas klassischere Kombi Shirt/Jacke/Hose.  Mit der weiten Hose liegt Ihr gerade voll im Trend, ist sie doch eine schöne Alternative zur ewig schmalen Hose.

In dieser Kombi habt Ihr für die Streckung wieder eine durchgängige äußere Farblinie (Hose/Jacke) und viele Möglichkeiten, um daraus ein Outfit für viele Gelegenheiten zusammenzustellen.

Ich mag die Kombi sehr gern mit einem klassischen weißen T-Shirt – so bekommt der Look einen sportiven Touch (auch T-Shirts liegen gerade voll im Trend). Genauso ist es aber möglich,  eine schlichte weiße Businessbluse dazu zutragen oder auch eine Bluse, die die Farben der Hose wieder aufgreift und gemustert daher kommt.

Worauf Ihr beim Tragen von Mustern achten solltet, habe ich hier schon einmal beschrieben.

Die gesamte neue Online – Kollektion findet Ihr hier. Ihr bekommt leider nicht alle drei gezeigten Teile online. Das Kleid und auch die Strickjacke bekommt Ihr ab Montag in ausgewählten Geschäften. Hier kommt Ihr direkt zum Storefinder um nachzusehen, wer in Eurer Nähe Olsen führt.  Wartet nicht zu lange, handelt es sich doch um eine exklusive kleine Kollektion, die erfahrungsgemäß schnell vergriffen ist.

Die Hose findet Ihr online über diesen Link.

Habt Ihr schon mal ein wenig mit den Proportionen herumgespielt und ausprobiert was zu Euch passt?  Ich bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.

Apropos Kommentare, wie gefällt Euch denn das neue Outfit des Blogs? Es sollte ein kleines bisschen moderner und aufgeräumter aussehen, ohne komplett das Gesicht zu verlieren. Was meint Ihr, ist das gelungen?

Jetzt mache ich mich erst mal daran, den neuen Punkt „Granny’s Diary“ zu füllen und wünsche Euch ein traumhaft sonniges Wochenende.

Herzliches

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Rote Lederhose kombinieren – meine Tipps für den Alltag

Back to the Roots dachte ich mir, als ich kürzlich meine rote Lederhose aus dem Schrank holte. Schon vor Jahren ist das gute Stück bei mir eingezogen und damals habe ich sie auf und ab getragen. Bevorzugt zu längeren Shirts und mit dicken Cardigans. Auch wenn sich mein Stil Jahr für Jahr ein wenig verändert und anpasst, gibt es dennoch Outfit-Kombinationen, auf die ich immer wieder gerne zurückgreifen.

Zur engen roten Lederhose trage ich ein längeres Top, welches den Po bedeckt und der Figur schmeichelt. Bei Lederhosen (und Leggings) achte ich generell immer darauf, dass meine Oberteile an der Rückseite etwas länger geschnitten sind. Vor allem, wenn die Hose hinten keine Taschen hat. Ansonsten fiel der restliche Look sehr leger und fast schon gemütlich aus. Dicker Oversized-Strickmantel trifft auf bequeme Chunky Sneakers. Letztere zaubern unbemerkt 6 Zentimeter Absatz dazu!

So gut lässt sich eine rote Lederhose kombinieren:

  1. Mit gedeckten Farben: Die Statement-Farbe Rot kombiniere ich am liebsten mit gedeckten Farben wie Grau, Weiß oder Beige. Zur Lederhose kann das ein simples Blusenkleid, ein kuscheliger Pullover oder auch ein T-Shirt mit Print sein. Auch bei Schuhen greife ich zu Modellen in Weiß oder Grau. Ein weiterer toller Styling-Partner für die rote Lederhose ist beispielsweise auch ein klassischer Trenchcoat in Beige.
  2. Ton-in-Ton: Möchtest du eine rote Lederhose kombinieren, kannst du natürlich auch in einer Farbfamilie bleiben. Achte dabei darauf, dass sich die gewählten Kleidungsstücke in ihren Rottönen unterscheiden, dabei kannst du auch warme und kalte Rotnuancen miteinander mixen. Um ein Ton-in-Ton Outfit stimmig wirken zu lassen, kannst du beispielsweise Tasche, Schuhe und Accessoires in Cognacbraun oder Beige dazu stylen. Softe Nude-Töne sind hier die bessere Wahl als Schwarz, das wirkt bei solchen Looks einfach zu hart.
  3. Im Colour-Blocking: Bist du ein Fan von Farbe, dann hast du bestimmt auch den Mut für kreative Colour-Blocking Outfits. Wähle dabei Farben aus, die einen hohen Kontrast zur roten Lederhose darstellen. Das kann ein kobaltblauer Long-Blazer sein, ein grasgrüner Cardigan oder auch eine pinke Bluse.
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6 Dinge, die Du über Coworking Spaces wissen solltest

Coworking Spaces sprießen allerorts gefühlt wie Pilze aus dem Boden. Nachdem die europäischen Metropolen und speziell deren “hippe” Stadtteile mittlerweile eine hohe “Coworking Space Sättigung” aufweisen, eröffnen nun auch in kleineren Städten, Gemeinden und normalen Quartieren unterschiedlich große Orte und Räume, um gemeinsam – oder eben auch alleine – konzentriert arbeiten zu können. Ob es für Dich Sinn macht, Dich in einen Coworking Space einzumieten, hängt von zahlreichen Faktoren ab – in diesem Artikel findest Du konkrete Entscheidungshilfen.

Coworking-Historie

Entstanden sind die Coworking Spaces aus dem Bedürfnis heraus, die Abgeschiedenheit des eigenen Arbeitszimmers bzw. Home-Offices hinter sich zu lassen, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können und dadurch neue Inspirationen oder Kooperationen zu gewinnen. Als eines der ersten (unbewussten) Coworking Spaces gilt der c-base Hackerspace in Berlin, der schon 1995 seine Türen einer sehr IT-fokussierten Community öffnete. Nach und nach entstanden in New York (42 West 24), Wien (Schraubenfabrik) und im dänischen Aarhus (Lynfabrikken) legendäre Coworking Spaces, die teilweise auch heute noch existieren. Typisch für diese Prototypen waren große, luftige Räume (oft ehemalige Fabrik- oder Industriegebäude) und ein integriertes Gastronomie-Angebot unterschiedlicher Ausprägung. Heute gibt es auch viele Coworking Spaces, die sich in ihrer Einrichtung primär an der üblichen Büro-Atmosphäre orientieren – aber auch Locations, die eher an Wellness-Oasen oder WGs erinnern.

“Arbeiten, wo Platz ist”, fester Tisch inkl. Rollcontainer – oder eigenes Büro?

Bevor wir jetzt zur entscheidenden Frage kommen, ob sich ein Coworking Space überhaupt für Dich lohnt, solltest Du noch wissen, welche Nutzungs-Varianten es überhaupt gibt. Da sich die Bedürfnisse der Menschen, die sich für Coworking interessieren, sehr breitgefächert darstellen, gibt es auch eine Vielzahl von Nutzungsoptionen. Ganz grob lassen sich diese in drei Kategorien einteilen:

  1. Flex-Desk – geringer Mitgliedsbeitrag und flexible (aber eingeschränkte) Platzwahl

Die günstigste Variante erlaubt Dir den Zutritt zum Gemeinschaftsbereich, der in der Regel eine oder mehrere Großraum-Büros mit Arbeitsplätzen, einem Küchenbereich, Sanitärräume und die freie Nutzung der vorhandenen Bürotechnik (Drucker, Scanner, WLAN) umfasst. Du hast keinen Anspruch auf einen festen Platz, sondern musst Dich mit den Arbeitsplätzen begnügen, die gerade frei verfügbar sind. Dafür zahlst Du aber auch nur einen vergleichsweise geringen Mitgliedsbetrag, der sich dann auch noch auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis abschließen lässt. Hier liegt die Preisspanne von 30 bis 300 Euro pro Monat, abhängig von Laufzeit und Paket. In den günstigsten Angeboten ist nur ein einziger Coworking-Tag inklusive, die Anzahl nimmt dann mit der Höhe des Preises entsprechend zu.

  1. Fester Tisch, Stuhl und abschließbarer Rollcontainer

Eine Platzgarantie erwirbst Du mit der nächsthöheren Kategorie. Hier sind ebenfalls alle Gemeinschaftsleistungen inkludiert, Du erhältst aber zusätzlich einen festen Platz, der Dir während der Öffnungszeiten exklusiv zur Verfügung steht. Ebenfalls hast Du so auch Zugriff auf einen persönlichen Aufbewahrungs- und Lagerbereich, der üblicherweise in Form eines abschließbaren Schranks oder Rollcontainers bereitgestellt wird. Die Preisspanne liegt hier im Bereich von 200 bis 750 Euro pro Monat – je nach Lage, Öffnungszeiten und Ausstattung des jeweiligen Coworking Spaces.

  1. Eigenes, abschließbares Büro, Geschäftsadresse und Office-Service

Die höchste Stufe der Coworking Space Skala wird durch Dein eigenes Büro repräsentiert. Du kannst je nach Anbieter eine Standardausstattung übernehmen – oder Dich komplett frei nach Deinem Gusto einrichten. Gleichzeitig erhältst Du eine feste Büroadresse (oft in angesehener Lage) und kannst oft auch den Office-Service des Coworking Spaces mitnutzen (Anrufannahme unter Deinem Namen, Postservice und rudimentäre Besucher-Betreuung). Diese Leistungen lassen sich die Anbieter natürlich entsprechend bezahlen – hier findest Du schon Angebote ab 300 Euro – nach oben hin existieren hier aber keine Grenzen.

Für wen lohnt sich ein Coworking Space?

Nach dieser kleinen Preis- und Leistungsschau weißt Du also schon, dass sich ein Coworking Space nur lohnt, wenn man auch den entsprechenden Output generiert. Nur um ab und an aus der engen WG auszubrechen, den Kopf freizukriegen und konzentriert lernen zu können, wäre ein eigenes Büro inkl. Backoffice oder ein fester Schreibtisch absolut übertrieben. Hier findest Du auch im Studi-Café um die Ecke mit freiem WLAN eine unkomplizierte und sehr preisgünstige Alternative. Andererseits würde sich ein vielbeschäftigtes Startup-Team auch einen Bärendienst erweisen, wenn man sich aus Kostengründen jeden Tag einen anderen Platz suchen muss und keinen eigenen Raum zum vertraulichen Austausch nutzen kann. Dementsprechend findest Du nachfolgend eine kleine Frage-Antwort-Übersicht, die Dir bei deiner Entscheidungsfindung helfen kann:

Du benötigst einen separaten Ort, um Dich mit Deinen Studienthemen zu befassen, hast aber kein Problem mit Hintergrundgeräuschen und/oder anderen Personen in Deiner unmittelbaren Umgebung?

Dann passt eine reine Minimalmitgliedschaft ohne Platzgarantie, ein WLAN-Café oder ein fester Schreibtisch für Dich.

Du arbeitest neben/nach dem Studium als Freiberufler und brauchst an bestimmten Tagen einen festen Arbeitsplatz?

Dann wäre der feste Tisch inkl. eigenem Rollcontainer/Schrank was für Dich – wenn Deine Einkünfte es bereits zulassen, käme aber auch schon ein eigenes Büro infrage.

Ihr seid ein Team von Kommilitonen, die zusammen ein Start-up gegründet haben, aber kein normales Gewerbe-Büro mit langer und unflexibler Laufzeit mieten wollen?

Dann solltet Ihr Euch ein festes Büro in einem Coworking Space in der Nähe nehmen, aber auf eine möglichst flexible Mietdauer und auch auf gute Upgrade-Möglichkeiten achten. Oft lohnt sich erst ein kleinerer Büroraum, wenn nicht immer alle gleichzeitig arbeiten müssen oder wollen – und die tage- oder stundenweise Zubuchung eines Konfis. Wird es dann mehr Arbeit oder wächst das Team schnell an, kann man normalerweise zeitnah und unkompliziert aufstocken – erkundige Dich aber sicherheitshalber vorher über die Upgrade-Optionen.

Fazit

Die Bandbreite der verfügbaren Coworking Konzepte ist mittlerweile sehr groß – und nimmt kontinuierlich zu. Welche Variante für Dich passt, solltest Du aber nicht nur von Deiner Begeisterung für coole Lofts im Londoner Docklands-Style abhängig machen. Vielmehr verhindert die Fokussierung auf eine nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung, dass Du Dir ungewollt eine lange und teure Miet-Laufzeit ans Bein bindest – die Du überhaupt nicht nutzen oder refinanzieren kannst. Viele große Unternehmer haben erst in ihrer Garage angefangen – und sich dann vergrößert, sobald die ersten Einnahmen flossen. Nur um die Studi-WG oder das heimische Jugendzimmer hinter sich zu lassen, lohnt sich ein Coworking Space für “Normalverdiener” eher weniger. Willst Du hingegen alleine oder mit Freunden/Kollegen/Kommilitonen ein ernstzunehmendes Startup gründen und kannst bereits auf eine Anschubfinanzierung oder Investoren zurückgreifen, stellt die flexible Anmietung eines Büros in einem Coworking Space nicht selten den ersten Schritt in Richtung Professionalität dar. Hier hast Du die Ruhe und die inspirierende Umgebung, um Dich auf Deine/Eure Business-Idee zu konzentrieren und gesund weiter zu skalieren.

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Finanzüberblick für Einsteiger – was kostet eigentlich Dein Leben?

Als Student/in machst Du Dir normalerweise noch keine großen Gedanken über Deine finanzielle Zukunftsplanung, eher über die monatlichen Ausgaben und eventuelle Möglichkeiten, den einen oder anderen Euro einzusparen. Richtig systematisch und zukunftsorientiert gehen die wenigsten Deiner Altersgenossen vor. Sich hiermit aber schon frühzeitig auseinanderzusetzen, bietet zahlreiche Vorteile und kann Dir langfristig Sorgen und Risiken ersparen. Mit den folgenden Tipps kannst Du ganz einfach auch mit einem geringen Budget für die Zukunft vorsorgen.

Das monatliche Budget eines Studierenden ergibt sich üblicherweise aus drei Quellen – einzeln oder auch in Kombination: BAföG, Unterstützung durch die Eltern und/ oder Nebenjobs. 2018 erhielten gerade mal knapp ein Fünftel aller Studierenden BAföG. Dagegen werden fast 4/5 der in Deutschland immatrikulierten Personen durch ihre Eltern unterstützt. Geht man davon aus, dass die Anzahl der an Unis, Hochschulen und Fachhochschulen eingeschriebenen Menschen, die älter als 40 Jahre alt sind, kontinuierlich ansteigt – und miteinbezieht, dass diese eher selten noch von ihren Eltern finanzielle Zuwendungen erhalten, erhöht sich der Anteil der jüngeren Studierenden mit elterlicher Finanzhilfe noch weiter.

68 Prozent der Studierenden jobben zudem bereits regelmäßig vor ihrem Bachelor- oder Master-Abschluss. In den monatlichen Verfügungsrahmen fließt – je nach Entscheidung der Eltern – oft auch direkt oder indirekt das Kindergeld mit ein, das bei einem Studium noch bis Vollendung des 25. Lebensjahres gewährt wird.

Auf der einen Seite alles so koordinieren, dass Du für alle Deine Ausgaben aufkommen und trotzdem das Leben genießen kannst, ist oftmals schon Herausforderung genug. Nebenbei dann noch etwas für die Zukunft zurückzulegen klingt wie ein schlechter Witz. Doch keine Panik: In 99% der Fälle kann Jeder einen kleinen Betrag zurücklegen.

Um dir den Überblick über Deine Einnahmen und Ausgaben zu erleichtern, reicht es oftmals schon aus, Online-Banking zu nutzen (zu beantragen, falls Du dieses noch nicht nutzt). Hier erhältst Du eine Auflistung aller Deiner Kontoaktivitäten fast in Echtzeit. Aber auch weitere Apps und Maßnahmen können Dir dabei helfen, Deine Ausgaben besser zu überblicken.

Online-Banking

Ohne Online-Banking kommst Du im 21. Jahrhundert eigentlich nicht mehr aus. Für einzelne Überweisungen oder Kontoauszüge zur Bankfiliale laufen zu müssen und sinnlose Ausdrucke zu horten, kostet nur Zeit, Geld und schadet der Umwelt. Obwohl sich die Onlinebanking-Funktionen der meisten Banken und Sparkassen sehr ähnlich sind, unterscheiden sich die Finanzinstitute in ihrer Nutzerfreundlichkeit, Geschwindigkeit sowie der Gebührentabelle deutlich. Extrem fix geht es mit reinen Online-Banken, die ausschließlich über Apps oder Webbrowser erreichbar sind. Hier werden Geldaus- und -eingänge teilweise sogar innerhalb von 10 Minuten gebucht, die Kontoführung ist oftmals komplett kostenlos, einige Anbieter mit BaFin-Lizenzen schreiben Dir sogar noch Zinsen oder Anteile gut.

Einnahmen-Ausgaben-Erfassung

Gratis und vergleichsweise einfach zu bedienen sind die Apps “Numbers” (für Macs) und “Google Docs Tabellen” (für Macs und PCs, da browserbasiert). Hier trägst Du in, von Dir individualisierbare Spalten, Deine Ein- und Ausgaben ein und erhältst mit einer einfachen Formel einen schnellen Überblick über Deine finanzielle Situation. Komfortabler und funktionsreicher sind natürlich spezialisierte Finanzmanagement-Apps, die dann aber auch eventuell Geld kosten können. Einer der Vorteile: Du kannst sie mit Deinem Online-Banking verbinden und Belege mehr oder weniger automatisiert erfassen. Für iOS und Android – sowie für den Web-Zugriff eignet sich MoneyControl  – die günstigste Version kostet gerade mal 4 Euro im Monat. “Zuper” kommt ziemlich intuitiv und hip daher und ist sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store kostenlos erhältlich.

Welche Versicherungen lohnen sich?

Krankenversicherung: In vielen Fällen sind Studierende bis zum Ende ihres 25. Lebensjahres mit über ihre Eltern beitragsfrei mitversichert. Danach kannst Du Dich – je nach Situation – pflichtversichern oder eine freiwillige bzw. private Krankenversicherung abschließen. Tatsächlich unterscheiden sich die verschiedenen Tarife erheblich. Nicht nur in Bezug auf den monatlichen Beitrag, sondern auch bezüglich der Zusatzleistungen. Privatversicherte zahlen am Anfang deutlich weniger, werden im Regelfall in Punkto Terminnähe und Wartezeit in Praxen bevorzugt, müssen aber im Alter dann ordentlich draufzahlen.  Kommst Du also in die Verlegenheit, Dich freiwillig, privat oder pflichtversichern zu lassen, solltest Du Dir über einschlägige Online-Vergleichsportale den für Dich passenden Anbieter heraussuchen und auch die Tarifentwicklung über die nächsten Jahrzehnte im Auge behalten. Unser Tipp: Checke vor einer endgültigen Entscheidung aber immer auch noch mal den Ruf des Versicherers, indem Du den Namen zusammen mit den Suchbegriffen “Kundenzufriedenheit”, “Ärger” oder “Empfehlung” eingibst. Manchmal lohnt es sich eben doch, ein paar Euros mehr zu berappen, und dann im Schadensfall weniger Stress zu haben.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Diese Versicherung tritt in dem Fall ein, wenn Du durch einen Unfall o.ä. nicht mehr dazu in der Lage bist, Deiner Arbeit nachzukommen. Besonders dann, wenn man später Kinder haben sollte, ist diese Versicherung im Fall der Fälle extrem hilfreich.

Das Abschließen in jungen Jahren ist hier noch am günstigsten, da das Risiko für eine Berufsunfähigkeit als am geringsten berechnet wird. Auch wird hier der Betrag im höheren Alter nicht enorm ansteigen, da Du eine lange Laufzeit der Versicherung hast.

Haftpflichtversicherung: Eine Haftpflichtversicherung sollte definitiv bei Deinen Versicherungen auftauchen. Sie kostet meist nur wenige Euro im Monat (3-4€). Abgedeckt sind dadurch Schäden an Dritten Personen. Laut Gesetzt ist nämlich jeder für den Schaden an anderen mit seinem gesamten Vermögen haftbar. Damit Du Dich für einen möglichen Fall nicht selbst zu Jahrelangen Schulden zwingst, solltest Du dringend das Geld investieren.

Wenn noch Budget da ist:

Unfallversicherung und Rentenversicherung abschließen! Laut Gesetz bist Du als Student zwar Unfallversichert, das gilt jedoch nicht für Unfälle in Deiner Freizeit. Solltest Du einen körperintensiven Sport betreiben, kann sich diese Versicherung definitiv auszahlen. Auch das frühzeitige Abschließen einer Rentenversicherung hilft Dir dabei, rechtzeitig Deine Altersvorsorge zu finanzieren.

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INHALT & OUTFIT: BEIM ÖFFENTLICHEN AUFTRITT MUSS BEIDES STIMMEN

Die These, dass es bei einem Vortrag zu „93 Prozent auf das äußere Erscheinungsbild und zu sieben Prozent auf den Inhalt ankommt“, ist ein Klischee. Was nützt ein perfekter Dresscode, wenn der Vortrag einfach nur schlecht ist? Andererseits stört es natürlich, bewusst oder unbewusst, wenn man eine gute Rede hört, der Vortragende aber selbst nachlässig oder „schlecht“ gekleidet ist. Ergo: Inhalt und Outfit: Bei einem öffentlichen Auftritt muss beides stimmen! Stilberaterin Sabina Wachtel gibt im Gentleman-Blog Tipps für das richtige Outfit bei öffentlichen Auftritten.

MAN WIRKT WIE MAN SICH FÜHLT

Es muss beides stimmen. Denn mit der richtig gewählten und gepflegten, heißt: sauberer, fleckenlosen, gebügelten (!) Kleidung zollt man seinem Gegenüber Respekt.

Wenn man sich in eine TV-Sendung setzt, und man fühlt sich nicht wohl mit dem, was man anhat, wirkt man schlecht„, sagt Außenminister Guido Westerwelle. Wie wahr. Egal ob TV-Sendung, Meeting, Rede, Podiumsdiskussion oder was auch immer: der Style und der Dresscode müssen bei einem öffentlichen Auftritt stimmig sein.

Dresscode- und Styleberatung heißt einerseits, Antworten zu geben auf die Fragen: Welcher Kragen passt zu welchem Krawattenknoten, zu welcher Gesichtsform, zu welchem Anzug, und andererseits, wann wird Gürtel, wann Weste, wann Hosenträger getragen, was ist Trend, und wo hat die Person den Trend zu brechen? Ob mit oder ohne Dresscode-Berater: Folgende Punkte sollte man eigentlich immer vor „öffentlichem Erscheinen“ bedenken, weil sie nicht zu unterschätzen sind:

1. Welche Zielgruppe wird angesprochen?
2. Balance zwischen Mainstream und individuellen Stil finden und haben
3. Das Publikum nicht (unnötig) durch Extreme brüskieren
4. Nicht durch unpassende Accessoires vom Inhalt ablenken

DIE 3-TAGE-REGEL FÜR DEN FEINSCHLIFF

Wer (negative) Überraschungen (Schlechter Schnitt, Flecke, Farben passen nicht zusammen etc.) vermeiden will, überlegt am besten schon drei Tage vorher, welches Outfit er beim Auftritt tragen will. So bleibt genügend Zeit für den Feinschliff:

1. Einmal zur Probe anziehen
2. Ggf. in noch in die Reinigung/Wäscherei geben
3. Anzug immer nochmal aufbügeln (lassen) und abbürsten
4. Schuhe putzen!

Viele Dinge sind ein absolutes No-Go. Ganze Listen gäbe es hier zu füllen. Beschränken wir uns auf die Top 10:

1. Kleidung unsauber, zu speckig
2. Kleidung zu groß oder zu klein
3. schmutzige Brillengläser und schlecht gebügelte Kleidung
4. Abgekaute Brillenbügel
5. Hochgeschobene (Sonnen-)Brille
6. Hemd mit Brusttasche. Steigerung: Hemd mit Brusttasche mit Kugelschreiber oder sonstigem Dedöns.
7. Falls im Anzug: die Jacke ablegen oder Jackett beim (Auf)Stehen, Gehen oder Laufen offen lassen
8. Gelockerter Krawattenknoten (ist nicht lässig, sondern nachlässig)
9. Button-Down-Hemd mit Krawatte
10. Abgelaufene und ungeputzte Schuhe

Bei Präsentationen oder wichtigen Gesprächen sollte man drei weitere Punkte vermeiden:

1. Geknickte Visitenkarten überreichen
2. Einem Billigkugelschreiber benutzen
3. Sofern man mit Gepäck unterwegs ist: billige Nylonkoffer haben schon manches perfekte Outfit ruiniert

OUTFITT MUSS ZU PERSON UND UNTERNEHMEN PASSEN

Letztlich ist es das Ziel, die Stile des Unternehmens (oder was auch immer man in diesem Moment vertritt) und die Erscheinung der Person zu koordinieren. Praktisch gesagt: Es kann nicht sein, dass sich in der Imagebroschüre ein junges, offenes Unternehmen präsentiert und der Repräsentant im TV oder während einer Präsentation aussieht wie ein Geographielehrer.

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